Geschichte der FAV Rheno-Guestfalia

  • 1868: Eröffnung der Königlich Preußischen Forstakademie Hannoversch Münden unter Leitung von Oberlandforstmeister von Hagen durch den preußischen König Wilhelm I.
  • 1920: Mit dem Grünen Tisch bildet sich eine akademische Tischgesellschaft, welche die Farben schwarz-weiß-grün und die Wolfsangel im Wappenschild als Erkennungsmerkmal führt. Die Tischgesellschaft ist der direkte Vorgänger der Rheno-Guestfalia.
  • 1921: Die Königlich Preußische Forstakademie wird durch die Regierung des Freistaates Preußen feierlich zur Forstlichen Hochschule Hann. Münden mit Promotions- und Habilitationsrecht erhoben. Der Weg zur Gründung einer CV – Verbindung ist hiermit frei.
  • Mai 1927: Gründung der FAV Rheno-Guestfalia Hann. Münden mit den Farben grün- weiß auf schwarzem Grund und dem Wahlspruch pro deo et patria (für Gott und Vaterland).
    Zur Forstuniform wird die Wolfsangel in Form der für Hann. Mündener Couleurstudenten üblichen Bundesnadel getragen.
  • September 1927: Rheno-Guestfalia wird auf der 57. Cartellversammlung in Münster als freie Vereinigung in den Cartellverband der katholisch deutschen Studentenverbindungen (CV) aufgenommen. Als Konstante dient das Lokal "Schmucker Jäger“
  • Juni 1929: Der Verbindungsbetrieb wird vom „Schmucken Jäger“ zum „Bergschlösschen“ verlegt. Ein Kneipzimmer mit eigenem Mobiliar wird eingerichtet.
  • August 1930: Rheno-Guestfalia wird nach Ablauf der dreijährigen Probezeit als vollberechtigte Verbindung in den Cartellverband der katholisch deutschen Studentenverbindungen (CV) aufgenommen.
  • Januar 1934: Der Cartellverband der katholisch deutschen Studentenverbindungen (CV) gibt auf zunehmenden Druck der Behörden das Katholizitätsprinzip auf.
  • Juni 1934: Suspendierung der Aktivitas, der Altherrenverband besteht weiter.
  • Oktober 1935: Auf seiner 63. Cartellversammlung löst sich der Cartellverband der katholisch deutschen Studentenverbindungen (CV) selbst auf.
  • Juli 1936: „Der Löwe von Münster“ S.E. Clemens August Kardinal von Galen wird Ehrenmitglied der Rheno-Guestfalia und tritt der Verbindung als Protektor „in schwerer Zeit“ bei. Im Rahmen einer diskreten Privataudienz in Münster werden ihm das Band und die Mütze unserer Verbindung verliehen.
  • Juni 1938: Der Altherrenverband wird auf Behörden-Anordnung verboten.
  • April 1939: Die Forstliche Hochschule Hann. Münden wird aufgelöst und der Georg – August – Universität Göttingen als forstliche Fakultät mit dem Standort Hann. Münden eingegliedert.
  • 1939-1945: Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam das Bundesleben bei Rheno-Guestfalia gänzlich zum Erliegen. 12 Bundesbrüder kehrten aus dem Kriegsdienst nicht zurück.
  • 30. Mai 1948: Wiederbegründung der Rheno-Guestfalia im westfälischen Olpe. Die Mitglieder des KV – Zirkels Weserhorst treten der Verbindung auf Antrag bei.
    Die Verbindung tritt ebenfalls dem Mündener Convent forstakademischer Verbindungen (MC) bei.
  • WS 1970/71: Umzug der forstlichen Fakultät an die alma mater gottingensis. Mit der Fakultät ziehen auch die verbliebenen forstakademischen Korporationen, unter ihnen auch die Rheno-Guestfalia, nach Göttingen. Die Rheno-Guestfalia kommt, in Ermangelung eines eigenen Hauses, im neu gebauten Wohnheim der AV Palatia Göttingen im CV unter.
  • 1982: Die Rheno – Guestfalia bezieht ihr erstes „eigenes“ Haus im Nikolausberger Weg 59.
  • 2000: Umzug in das heutige "Rheno-Haus" in der Herzberger Landstraße 3.
  • 9. Oktober 2005: Bundesbruder Clemens August Kardinal von Galen wird durch Papst Benedikt XVI mit dem Apostolischen Schreiben Veritatis splendor (Glanz der Wahrheit) selig gesprochen. Eine große Anzahl Rheno – Guestfalen reist aus diesem Grund nach Rom um der Seligsprechungszeremonie im voll besetzten Petersdom beizuwohnen. Eine Chargenabordnung begleitet die hl. Messe.